Classic Motocross Sankt Pölten 08.05.2010

70 Jahre Wolf Aichinger und Freunde

Gewohnt reibungslose Organisation und minutiöser Ablauf beim 2. Lauf zum Niederösterreich West-Cup. Bei idealem Wetter präsentierte sich eine – gegenüber dem Vorjahr leicht veränderte – anspruchsvolle Strecke. Trotz vorangegangener Regentage und temporärer Bewässerung war der Boden staubtrocken, besonders bei gut besetzten Startgattern entwickelten sich mächtige Staubwolken, die selbst isländische Vulkane vor Neid erblassen ließen …

Den Holeshot im ersten Lauf holt sich Lubomir Duda, musste jedoch dem unglaublich elegant fahrenden Johann Müller auf seiner Kramer den Vortritt überlassen, der seinen Vorsprung weiter ausbauen konnte und diesen bis ins Ziel nicht mehr abgab. Lubomir Duda auf CZ festigte seinen 2. Platz, Wolfgang Panzenböck würgte seine mächtige 495er KTM ab und verlor somit jegliche Chance auf einen sicheren 3. Platz.

Senkrechtstarter Fritz Bichler fuhr erwartungsgemäß beherzt und konnte mit den Twinshocks gut mithalten, musste jedoch wegen eine defekten Zündung seiner CZ aufgeben. Angesichts seines, sagen wir einmal miserabel eingestellten Fahrwerks, dennoch eine bemerkenswerte Leistung. Sobald der furiose Fritz dieses Manko in den Griff bekommen haben wird, dürfen wir gespannt sein! Erich Winter vergibt nach einem guten Start seinen 3. Platz wegen einer abgesprungenen Kette, konnte das Malheur aber umgehend beheben und das Rennen beenden.

Im zweiten Lauf gewinnt Wolfgang Panzenböck den Start vor Lubomir Duda und Johann Müller. Analog dem ersten Lauf fährt Johann Müller jedoch einen ungefährdeten Sieg ein. Ein mit dem Messer zwischen den Zähnen fahrender Wolfgang Panzenböck holt sich Platz 2, distanziert Lubomir Duda und auch Gerhard Wallisch. Was es mit Panzenböcks hämischen Grinsen und einem T-Shirt mit der Aufschrift »Parasiten Killer« auf sich hat, darf gerne persönlich beim nächsten Rennen erfragt werden, er wird gerne darüber Auskunft geben! Einen ebenfalls spannenden Kampf lieferten sich Gerhard Albrecht auf CZ und Erich Winter, der sich mittlerweile auf seine schnelle BSA einstellen konnte. Neuerlich erwähnenswert ist die Fahrt von Anton Steiner in beiden Läufen, er zeigte wieder einmal, was alles mit unterlegenerem und schwererem Gerät möglich ist.

Wolf Aichinger, nach einer fiesen Grippe noch etwas angeschlagen, konnte diesmal leider nur als begeisterter Zuschauer dabei sein. Dafür wurde er anlässlich seines 70. Geburtstages um so mehr mit großartigen Geschenken und der Herzlichkeit seiner Freunde und Sportkameraden überrascht.

Schön zu beobachten: Der stetig steigende Ehrgeiz und Enthusiasmus der Classic-Piloten lässt bei den kommenden Classic MX-Läufen im Juni spannende Kämpfe und packende Rennen erwarten! Und die Zeit bis dahin wird bestimmt nicht ungenutzt verstreichen …

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Zuletzt aktualisiert: 17.05.2010 21:29 Uhr